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Roter Salon

Der Rote Salon mit seiner Weißgold-Wandvertäfelung und den mit rotem Hofdamast spalierten Wandfeldern diente zur Zeit Maria Theresias als Garderobe. Die eingebauten Garderobenschränke wurden laut Inventar 1812 als Bibliothekschränke verwendet und hundert Jahre später im Jahre 1914 abgebrochen.

Im roten Salon befinden sich mehrere habsburgische Kaiserportraits, unter anderem Leopold II., der seinem Bruder Joseph II.
für eine kurze Regierungszeit nachfolgte.

Das Gemälde links daneben zeigt seinen Sohn und Nachfolger Franz, der seit 1792 als Franz II. letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Im Jahr 1806 sah er sich durch die Napoleonischen Kriege gezwungen, das Heilige Römische Reich aufzulösen. Bereits zwei Jahre zuvor erhob er die habsburgischen Kronländer zum Kaiserreich Österreich. So wurde aus dem letzten römisch-deutschen Kaiser Franz II. der erste österreichische Kaiser Franz I. Ihm folgte sein Sohn Ferdinand I., der Onkel Franz Josephs, der in der Revolution 1848 zu Gunsten seines Neffen abdankte.

Eine weitere Tochter des Kaisers Franz II./I. war Leopoldine, die mit dem portugiesischen Kronprinzen und späteren Kaiser von Brasilien Dom Pedro 1817 verheiratet wurde. Die hochintelligente und an Naturwissenschaften interessierte Leopoldine initiierte und unterstützte in der Folge die Unabhängigkeitsbestrebungen Brasiliens vom Mutterland Portugals, wofür die österreichische Erzherzogin heute noch landesweit verehrt wird.

Weiterführende interessante Literatur:

  • Kaiser, Gloria. Dona Leopoldina. Die Habsburgerin auf Brasiliens Thron. Wien 2015
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