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Das Napoleon Zimmer

Das Napoleonzimmer

Das heutige Napoleonzimmer diente seit 1746 als gemeinsames Schlafzimmer für Franz I. Stephan und Maria Theresia. Im 19. Jahrhundert erhielt es mehrmals eine neue Ausstattung, wie die Freilegungen im Zuge der Restaurierungen im Jahr 2007 zeigten.

Anlässlich der Wiener Weltausstellung 1873 wurden die großen Wandfelder zwischen der Nussholzvertäfelung mit bedeutenden Brüsseler Tapisserien spaliert, die heute aus konservatorischen Gründen eine museale Präsentation erfordern und nicht mehr als Wandbespannungen verwendet werden dürfen. Die einzelnen Ausstattungsphasen sind in Fragmenten und museal präsentiert erfahrbar. 

Als Napoleon in den Jahren 1805 und 1809 Wien besetzte, wählte er Schönbrunn als Hauptquartier. Während dieser Zeit benutzte er vermutlich diesen Raum als Schlafzimmer.
Durch seine Vermählung mit Marie Louise, der Tochter Kaiser Franz II./ I. im Jahre 1810 sollte der Friede zwischen den beiden Machthabern besiegelt werden. Aus dieser Verbindung ging ein Sohn, der Herzog von Reichstadt hervor. Nach der Niederlage und Abdankung Napoleons brachte Marie Louise den zweijährigen Knaben nach Wien, wo er am Hofe seines Großvaters wohlbehütet aufwuchs. Als Liebling des Großvaters teilte er dessen Interesse für Botanik.

Das Kinderbildnis zeigt ihn als kleinen Gärtner im Laxenburger Schlosspark. Der junge Herzog starb 1832 im Alter von 21 Jahren an Tuberkulose. Die Totenmaske und sein geliebtes Haustier, eine Haubenlerche, erinnern an diesen einzig legitimen Sohn Napoleon Bonapartes.

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