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Blauer Chinesischer Salon

Grand Tour

Mit dem Blauen Chinesischen Salon beginnt der innere Bereich des Appartements von Maria Theresia und ihres Gatten Franz Stephan – eine Raumfolge, die sich durch eine besonders kostbare Ausstattung auszeichnet.

Seinen Namen hat dieser Raum von den chinesischen Papiertapeten, die Ausdruck sind für die Faszination des 18. Jahrhunderts für ostasiatische Kunstobjekte.

In die gelben Tapetenbahnen sind blaue Medaillons eingepasst, die szenenhaft chinesische Handwerkstechniken wie Seidenverarbeitung und Porzellanherstellung sowie Reisanbau und Teeproduktion zeigen. Sie sind eingerahmt von gemalten Blütenranken und Blumenkörben, zwischen denen Vögel und Schmetterlinge schwirren.

Die Papiertapeten wurden in China dem westlichen Geschmack entsprechend für den Export hergestellt. Sie stellen ein schönes Beispiel für die Überschneidung von chinesischer Kunsttradition mit Vorstellungen der europäischen Kunden dar. Gerade die Raumschöpfungen der Zeit Maria Theresias in Schloss Schönbrunn, die geprägt sind von der Integration originaler asiatischer Kunstgegenstände in Raumausstattungen des höfischen Rokokos, zeugen von den wechselseitigen Einflüssen der europäischen und fernöstlichen Kunst.

Dieser Raum war auch Schauplatz eines wichtigen Ereignisses der neueren Geschichte Österreichs. Hier fanden die Verhandlungen statt, die am 11. November 1918 zu einer schriftlichen Erklärung des letzten Kaisers von Österreich führten, in welcher Karl I. auf die weitere Mitwirkung an den Regierungsgeschäften verzichtete. Am Tag darauf wurde die Republik Österreich proklamiert und somit das Ende der über 600 Jahre andauernden Herrschaft der Habsburger besiegelt. Da sich Karl jedoch weigerte formell abzudanken, musste er mit seiner Familie schließlich ins Exil gehen. Die beiden Porträts zeigen das letzte österreichische Kaiserpaar Karl und Zita.

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Vieux-Laque-Zimmer

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