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Schöner Brunnen (c) Schloß Schönbrunn Kultur- & Betriebsges.m.b.H. Foto: Alexander Eugen Koller

Schöner Brunnen

In der Ecke eines Heckenganges auf der Meidlinger Seite des Schönbrunner Gartens gelegen, wurde das vermutlich vom Hofgärtner Steckhoven errichtete erste Brunnenhaus im Jahre 1771 durch einen Neubau ersetzt, den der Hofarchitekt Isidor Canevale ausführte.

Eine der anmutigsten Figuren des Schönbrunner Schlossparks
Das Brunnenhaus in Form eines quadratischen Pavillons ist an der Vorder- und Rückseite jeweils durch einen Rundbogen geöffnet. Im rückseitigen Rundbogen befindet sich die von Wilhelm Beyer geschaffene Figur der Egeria über einem Brunnenbecken. Sie hält eine Vase in der Hand, aus der sich das, einst am Wiener Hof so sehr geschätzte Quellwasser in das Becken ergießt. Die Figur der Egeria zählt zu den anmutigsten Figuren des Schönbrunner Schlossparks. Der Sage zufolge lehrte sie den Römern, die Götter durch religiöse Handlungen günstig zu stimmen, um so das Wohlergehen des Staates zu sichern.

"M" für Maximilian II.
Die Fassade des kleinen tempiettoartigen Gebäudes ist mit einer tropfsteinartigen Oberfläche gestaltet, ebenso wie der Dreiecksgiebel und die mit Vasen bekrönte Flachkuppel, während der Architrav mit Muscheln verziert ist.
Auch im Inneren sind die Wände mit Tropfsteindekor versehen, die Ecken sind mit Schilfbündel und die Decke mit Blumengirlanden geziert. In eine der Wände ist die Steinplatte mit dem gekrönten „M“ eingelassen, die der neuesten Forschung zufolge nicht auf Kaiser Matthias und die Entdeckung des „Schönen Brunnens“ verweist, sondern auf Maximilian II., der das Anwesen Katterburg 1569 erwarb.



Weiterführende interessante Literatur:
BDA (Hrsg.). wieder hergestellt 33. Der Schöne Brunnen in Schloß Schönbrunn. Wien 2014
"Der Schöne Brunnen" auf www.bda.at

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