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Orangerie und Weingarten


Blick zum Orangeriegarten

Orangerie, Cedrathaus & Weingarten

Schon die Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie ließ in Schönbrunn einen Orangeriegarten anlegen und für die Überwinterung der Pomeranzenpflanzen ein Gewächshaus errichten. Auf Betreiben Franz I. Stephan wurde um 1754 das Orangeriegebäude von Nikolaus Pacassi, vermutlich nach Plänen Nicolas Jadots, errichtet.

Eines der größten barocken Orangeriegebäuden
Mit ihren 189 Meter Länge und zehn Meter Breite zählt die Schönbrunner Orangerie neben Versailles zum größten barocken Orangeriegebäude. Die nach Süden gerichtete Fassade ist abwechselnd durch größere und kleinere Rundbogenöffnungen mit rustizierten und mit Masken geschmückten Wandpfeilern gestaltet. Der Innenraum ist mit rhythmisch gegliederten flachen Gewölben versehen, eine Fußbodenheizung, eine sogenannte Hypokaustenheizung, sorgte für das entsprechende Raumklima, um die Überwinterung der kälteempfindlichen Citrusfrüchte und Kübelpflanzen zu gewährleisten. Das angrenzende halbkreisförmige Cedrathaus, das den Orangeriegarten gegen Osten umschließt, wurde wahrscheinlich zur Kultivierung von tropischen Pflanzen genutzt, für die der langgestreckte Orangeriesaal weniger geeignet war.

Imperiale Festumgebung
Die Orangerie diente auch für einige prachtvoll gestaltete Feste des Hofes; unter anderem liebte es Joseph II., festliche Tafeln in der mit Pflanzen gefüllten Orangerie zu arrangieren, ähnlich wie er sie bei seiner Reise im Sankt Petersburger Wintergarten erlebt hatte. Zu diesen zählte unter anderem das „Frühlingsfest an einem Wintertage am 6. Februar 1785.“ Mehr zu diesem Frühlingsfest finden Sie unter "Wissenschaft & Forschung".

 

 

Winterquartier für wervolle Pflanzenbestände
Heute wird nur noch der westliche Teil des Gebäudes in seiner ursprünglichen Funktion als Winterquartier für Pflanzen genützt. Es werden vornehmlich Eugenien (Kirschmyrten), Lorbeerbäume, Granatäpfel, Ölbäume – eine der ältesten und wichtigsten Kulturpflanzen Europas – und die großen Exemplare der Hanf- und Dattelpalmen und die Nachkommen der Kaiserin-Maria-Theresia-Myrte über die Wintermonate untergebracht. Dieser Teil der Orangerie kann besichtigt werden, dort ist auch das historische weiterhin genutzte Heizungssystem zu sehen.

Schlosskonzerte & Veranstaltungen
Im vorderen, revitalisierten Teil finden die Schönbrunner Schlosskonzerte statt. Gemeinsam mit dem ehemaligen Cedrathaus, heute als „Apothekertrakt“ bezeichnet, beherbergt die Orangerie Veranstaltungsräume der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

Im Orangeriegarten werden bis Mitte Mai und ab Oktober in Hinblick auf die Witterung ausschließlich verschiedene winterharte Obstgehölze präsentiert. Im Sommer können Sie sich auf einen Streifzug durch die europäische Gartenkultur begeben: Lassen Sie sich von edlen exotischen Pflanzen wie Pomeranzen, Ölbäumen und Myrthen verzaubern.

 

 

Weingarten in Schönbrunn

Bis 1744 gab es vor der Orangerie des prächtigen Barockschlosses Schönbrunn einen Weingarten namens "Liesenpfennig". Die engagierten Wiener Winzer der WienWein-Gruppe haben auf der gleichen Stelle Rebstöcke auf einer Fläche von 1000m² gesetzt. Der Weingarten ist nach der alten Tradition des "Wiener Gemischten Satzes" gestaltet, das heißt Reben verschiedenster Sorten werden bunt gemischt ausgepflanzt.

Der Wein, der aus den Trauben des Schlossparks Schönbrunn gemacht wurden, wird jährlich bei einer Online-Auktion zugunsten des SOS Kinderdorfs versteigert. 2016 kann der WIENER GEMISCHTER SATZ DAC LIESENPFENNIG 2015 aus dem Trauben unserer Weinstöcke in der Orangerie ersteigert werden. Weitere Infos finden Sie hier: WienWein

Kooperationspartner des Schönbrunner Weingartens ist das Clos Montmatre (Paris) und die Vigna della Regina (Queen's Vineyard) in Italien.

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