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Neptunbrunnen

Neptunbrunnen

Als Abschluss des Großen Parterres und am Fuße des Berghanges gelegen erhebt sich der Neptunbrunnen, der zum Gesamtkonzept der Gartengestaltung aus den 1770er Jahren gehörte, die von Maria Theresia beauftragt wurde.

Entstehung des Neptunbrunnens
Unter der Leitung des Hofarchitekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg wurde 1776 mit den Grabungen für das Bassin begonnen und nach einer vierjährigen Bauzeit konnte die Brunnenanlage noch vor dem Tod der Monarchin vollendet werden. Der Entwurf stammte mit großer Wahrscheinlichkeit von J. F. Hetzendorf von Hohenberg, die Figurengruppe aus Sterzinger Marmor wurde von Wilhelm Beyer geschaffen. Eine gegen den Berghang zurück schwingende Stützmauer, die mit einer vasenbesetzten Balustrade versehen ist, bildet die Rückwand des riesigen Brunnenbassins.

Figurengruppe mit Meeresgott Neptun
In der Mitte wölbt sich ein halbovaler Sockel vor, auf dem sich eine Felslandschaft erhebt, die vom Meeresgott Neptun und seinem Gefolge bevölkert ist. Stützmauer und Sockel sind durch Blendtafeln gegliedert, am Sockel sind diese mit Masken versehen, die vertikalen Stützglieder mit Blumengirlanden geschmückt.
Im Zentrum der Figurengruppe steht Neptun mit dem Dreizack in der Hand in einem Muschelwagen über einer Felsgrotte.

Zu seiner Linken befindet sich eine Nymphe und zur Rechten kniet die Meeresgöttin Thetis. Sie bittet Neptun, die Seefahrt ihres Sohnes Achill zu begünstigen, der zur Eroberung Trojas aufgebrochen war. Am Fuß der Felsgrotte tummeln sich – halb Mensch und halb Fisch – die zu Neptuns Gefolge gehörenden Tritonen mit Muscheltrompeten in der Hand, die Mensch und Tier in Angst und Schrecken versetzen können. Sie lenken die sogenannte Hippokampen, Meerespferde, mit denen Neptun die Meere befährt. Die in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts häufig dargestellte Meerfahrt des Neptun, das Element des Wassers beherrschend, stand als Gleichnis für den Fürsten, der die Kräfte des Landes zu lenken weiß.

Die ursprünglich frei stehende Neptungruppe wurde im 19. Jahrhundert mit einer Baumkulisse hinterlegt.

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