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Kronprinzengarten (c) SKB

Kronprinzengarten

Meidlinger Kammergärten: Kronprinzengarten und Garten am Keller - Die Pläne für die Umgestaltung der Meidlinger Kammergärten, datiert um 1745/50, stammen vermutlich vom lothringischen Gartenarchitekten Louis Gervais. Einer der Pläne zeigt vier Teilbereiche entlang einer Mittelachse aufgereiht. Diese Grundstruktur wurde im 19. Jahrhundert in einigen Teilformen vereinfacht.

Kronprinzengarten
An der Ostfassade des Schlosses liegt ein seit 1865 als Kronprinzengarten bezeichneter vertiefter Teil mit Parterrefeldern, die mit Rabatten eingefasst sind.
Über die Sommermonate stehen hier windgeschützt besondere Exemplare der wertvollen Zitrussammlung der Bundesgärten.

"Am Keller"
An den Kronprinzengarten schließt der sogenannte Garten „Am Keller“ an, dessen Name sich von der erhöhten Lage über dem vermutlich bereits um 1700 errichteten und noch heute existierenden Keller herleitet.
Dieser Gartenbereich ist von einem hufeisenförmigen Laubengang eingefasst, in dem fünf Treillagepavillons eingefügt sind, von denen der um 1950 abgetragene zentrale Pavillon in der Bogenmitte
im Jahr 2001 durch einen an das historische Vorbild angelehnten modernen Pavillon mit Aussichtsplattform ersetzt wurde.

 

Pavillons
Bei den zierlichen, bereits um 1750 errichteten Pavillons handelt es sich um kunstvoll geschnitzte Lattenkonstruktionen, die zwanzig Jahre späterdem Maler Johann Wenzel Bergl vermutlich
als Vorlage für die Gestaltung eines der Gartenzimmer Maria Theresias im Erdgeschoß des Schlosses dienten.

Um 1770 wurde das Treillagewerk des Laubenganges durch eine wesentlich witterungsbeständigere Eisenkonstruktion ersetzt, die im 19. Jahrhundert von wildem Wein bewachsen war.

Kunstvolles Broderiefeld
Die Mitte dieses Gartenbereiches mit seiner prunkvollen gärtnerischen Ausstattung zeigt ein dreiteiliges Broderiefeld um ein achteckiges Bassin – eine Gestaltung, die Ende der 1990er Jahre wiederentdeckt und rekonstruiert wurde.
Das komplizierte und an Stickerei erinnernde Muster besteht aus Buchs und Beetpflanzen, dazwischen sind verschiedenfarbige grobkörnige Sandarten eingestreut.Bereits um 1770 wurden die Broderiefelder durch
ein Parterre „à l’angloise“ ähnlich wie im Großen Parterre ersetzt, nachdem sich die Gartengestaltung den neuen Moden entsprechend geändert hatte.

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