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Großes Parterre


Großes Parterre

Großes Parterre

Den Prinzipien der barocken Gartenbaukunst zufolge diente der Garten der herrschaftlichen Repräsentation, er wurde in der Regel sehr eng auf die Architektur des Schlosses bezogen und als kontinuierliche Fortsetzung der repräsentativen Innenräume nach außen aufgefasst.

Das Große Parterre - Die Mittelachse der Schlossanlage
Die Mittelachse einer Schlossanlage sollte das "Rückgrat" des Gartens bilden, dessen Symmetrie von orthogonalen und diagonalen Achsen bestimmt war. Vor der südseitigen Gartenfassade des Schlosses ausgebreitet, beansprucht das Parterre mit seinen streng symmetrisch angelegten Beeten die größte Ausdehnung. Die Beete waren in der Mitte des 18. Jahrhunderts aus feinen Buchs auf bunten Steinen oder Sand gestaltet und wurden aufgrund dieser - meist Stickereimustern entnommenen - Ornamente als "Broderieparterres" bezeichnet.
Die beiden größeren Parterrefelder gegen Süden wiesen zu dieser Zeit in der Mitte sogenannte „Boulingrins“ auf –abgeleitet von der englischen Bezeichnung „bowling-green“ -, einem vertieften Rasenplatz, der für Kugelspiele, in der französischen Gartenkunst jedoch ausschließlich als Zierelement verwendet wurde.

Mamorstatuen von Christian Wilhelm Beyer
Seitlich schlossen die Boskette an, die aus streng gestutzten Baum- und Heckenkulissen geformt und mit kleinen Plätzen und versteckten Kammern versehen waren. Diese barocke Gartengestaltung geht vermutlich auf lothringische Architekten im Umfeld des Kaisers Franz I. Stephan zurück. In den 1770er Jahren wurde sie durch die heute noch existierende
Gestaltung nach Plänen des Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg abgelöst: mit blumengeschmückten Parterrefeldern, seitlichen Heckenwänden und davor aufgestellten Marmorstatuen, die in der Mehrzahl von Christian Wilhelm Beyer geschaffen wurden.

Zu den Statuen in Schloß Schönbrunn

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