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Reiches Zimmer

Reiches Zimmer

Bislang wurde immer angeführt, dass in diesem Zimmer im Jahre 1830 Kaiser Franz Joseph geboren wurde. Der jüngeren Quellenforschung zufolge waren die nordseitigen Räume jedoch bis 1835 vom Thronfolgerpaar Ferdinand und Maria Anna bewohnt. Bis dahin stand den Eltern Franz Josephs nur die Enfilade entlang der Ostseite des Schlosses zur Verfügung.

Die bei der Planung für die museale Präsentation des sogenannten Reichen Zimmers freigelegte grüne Papiertapete mit aufgedrucktem Blattdekor stammt aus der Zeit um 1830, als dieser Raum als Schlafzimmer für Ferdinand und Maria Anna diente.

Heute ist hier das einzig erhaltene Paradebett des Wiener Hofes ausgestellt. Es wurde zur Zeit der Vermählung Maria Theresias fertig gestellt und befand sich ursprünglich im Appartement der Kaiserin im Leopoldinischen Trakt der Wiener Hofburg. Zu diesem Prunkbett aus rotem Samt mit kostbarer Goldstickerei gehören auch die Wandbespannungen mit gestickten architektonischen Elementen. Bis 1947 befand sich das Paradebett im sogenannten „Reichen Zimmer“ in der Hofburg, bis es aufgrund der Nutzung als Präsidentschaftskanzlei abgebaut und deponiert werden musste. Anlässlich der Maria Theresia-Ausstellung im Jahre 1980 wurde das Prunkbett in Schönbrunn aufgestellt. Knapp zwanzig Jahre später wurde es einer umfangreichen Restaurieung unterzogen und einer musealen Neupräsentation zugeführt. Dabei wurde das Zimmer zu einer Art Raumvitrine umfunktioniert, um für das prunkvolle, jedoch sehr sensible textile Ensemble den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten.

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