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26. April 2017

Gloriette in Schönbrunn generalsaniert

Mit Panoramablick über Wien thront am Schönbrunner Schloßberg die Gloriette. Nach einem mehrmonatigen Sanierungsprojekt erstrahlt diese nun wieder in vollem Glanz.

Die Generalsanierung der Wiener Gloriette hinter dem Schloß Schönbrunn ist abgeschlossen. Seit September 2016 liefen die Arbeiten an dem rund 240 Jahre alten Bauwerk. Im triumphbogenartigen, verglasten Mittelteil und auf den beidseitig anschließenden Arkadenflügeln wurden Oberflächen und Bausubstanz erneuert. Gearbeitet wurde an der Fassade, den Steinelementen inklusive Figuren sowie an Fenstern und Türen. „Diese Renovierung bei laufendem Betrieb war eine besondere Herausforderung“, so Schönbrunn-Geschäftsführer Franz Sattlecker, „Das Café und die Aussichtsterrasse waren keinen einzigen Tag geschlossen“ Die Ausbesserung der Stufenschäden bildete nun den Abschluss der Arbeiten und die geplanten Kosten von 750.000 Euro wurden letztlich eingehalten.

Die Krone von Schönbrunn

Bereits Johann Bernhard Fischer von Erlach, Planer der gesamten imperialen Anlage, hatte die Bekrönung des Schönbrunner Berges durch ein Belvedere vorgesehen, das den adäquaten Abschluss der barocken Schloßanlage bilden sollte. Aber erst im Zuge der von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg durchgeführten Gartengestaltung konnte das Vorhaben 1775 realisiert werden – als frühklassizistischer Kolonnadenbau auf der Hügelkuppe. Der Baukörper setzt sich aus einem triumphbogenartigen Mittelteil und aus seitlichen rundbogigen Arkadenflügeln zusammen. Der Mittelteil, der noch im letzten Lebensjahr Maria Theresias verglast wurde, ist von einem mächtigen Reichsadler auf der Weltkugel bekrönt, umgeben von Waffentrophäen. Das Flachdach wird von einer Balustrade eingefasst und diente bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Aussichtsplattform. Sie ist auch heute über Treppen begehbar.

Trophäen und Stücke von Schloss Neugebäude

Neben der Freitreppe zum verglasten Mittelteil, in dem sich heute das Café Gloriette befindet, gibt es auch seitliche Treppenanlagen, die von mächtigen Trophäenstücken gesäumt sind. Dabei handelt es sich um Kompositionen aus antikisch-römischen Rüstungen mit Schilden, Feldzeichen und Löwen, die vom Bildhauer Johann Baptist Hagenauer geschaffen wurden.

Das zentrale Adlermotiv und die übrige Bauplastik wurden von Benedikt Henrici ausgeführt. Ein Großteil der Doppelsäulen, Kapitellen, Arkadenbögen und Gebälkstücke stammen aus dem 1568 von Maximilian II. begonnenen Renaissanceschloss Neugebäude. Das nie vollendete Schloss Neugebäude wurde im Jahre 1774 an das Militär abgegeben, um es zukünftig als Pulvermagazin zu nutzen. In der Folge verfügte Maria Theresia, die wertvollen Bauteile abzutransportieren und für die Gestaltung des Schönbrunner Gartens wieder zu verwenden.

Verglasung, Speiseraum, Café

Im 19. Jahrhundert wurde der verglaste Innenraum der Gloriette häufig als Speise- und Festsaal verwendet. Für die Zubereitung der Speisen errichtete man in unmittelbarer Nähe ein Küchenhaus, das um 1925 abgerissen wurde. Ein Jahr darauf wurde auch die Verglasung beseitigt. Ein Bombentreffer im Jahre 1945 zerstörte Teile des Ostflügels, die in den nachfolgenden Jahren wiederhergestellt wurden. Im Zuge einer 1994/95 durchgeführten Restaurierung wurde der Mittelteil der Gloriette wieder verglast und beherbergt nun das Café Gloriette (www.gloriette-cafe.at).

Die Aussichtsterrasse der Gloriette ist täglich ab 9 Uhr für Besucher geöffnet und schließt je nach Jahreszeit zwischen 16 und 19 Uhr, aktuell um 18 Uhr. Detaillierte Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen (3,80 Euro für Erwachsene) gibt es auf www.schoenbrunn.at.

Presserückfragen:
Franz Tragner, tatwort – Nachhaltige Projekte GmbH
franz.tragner@tatwort.at
Tel. 01-409 55 81-210

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