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Sternenschmuck der Kaiserin Elisabeth

Mit dem bekannten Gemälde von Franz Xaver Winterhalter der Kaiserin Elisabeth in großer Hofgala wurden auch die Diamantsterne der Kaiserin berühmt. Von diesen gab es mehrere Kreationen, nämlich acht- und zehnzackige Sterne mit und ohne Perlen.

Diamantstern mit Perle (Köchert) und ohne Perle (Fischmeister) © SKB

Detail aus dem Winterhaltergemälde © SKB

Wiener Diarium: Trousseau der Eerzherzogin Elisabeth © ÖNB

Das berühmteste Portraitgemälde der Kaiserin Elisabeth ist das von Franz Xaver Winterhalter aus dem Jahr 1865, von Kaiser Franz Joseph beauftragt. Es zeigt Elisabeth in großer Hofgala mit einem von Worth entworfenen Kleid und mit Diamantsternen im Haar zeigt. Mit dem Gemälde wurden auch die Diamantsterne der Kaiserin berühmt. Anders als bislang verbreitet, gab es unterschiedliche Kreationen: nämlich achtzackige und zehnzackige Sterne mit und ohne Perlen, die in verschiedenen Schmuck- und Juwelierateliers gefertigt wurden.

Zehnzackige Sterne ohne Perlen wurden unter anderem vom Juwelier Rozet & Fischmeister, ehemalige k.k. Hoflieferanten, hergestellt. Aus dieser Juwelierwerkstatt hat sich ein anderes Set, bestehend aus einem großen Stern und zwei kleinen Sternen ohne Perlen, erhalten, das nachweislich aus dem Besitz der Kaiserin stammt und als Leihgabe im Sisi Museum über mehrere Jahre zu sehen war.

Die Juweliersfirma Köchert, ebenfalls ehemaliger k.k. Hoflieferant, hat mehrere Diamantsterne angefertigt, unter anderem auch 10zackige Sterne mit Perle im Zentrum. Einer dieser Sterne wurde im Jahr 1998 bei der großen Sonderausstellung zum 100. Todestag der Kaiserin Elisabeth in Schloß Schönbrunn als private Leihgabe zur Verfügung gestellt, in der Folge dann entwendet und zehn Jahre später auf einem anderen Kontinent wieder gefunden. Dieser Stern wurde 2010 von der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. käuflich erworben. Dieses originale Schmuckstück ist nun als ständiges Exponat im Sisi Museum präsentiert.

Das auf dem Winterhaltergemälde gezeigte Sternenset besteht aus 27 Diamantsternen, die, wie auf dem Portraitgemälde gezeigt, einzeln oder als Diadem zusammengesteckt getragen werden konnten.
Anlässlich der Vermählung der Erzherzogin Elisabeth, der Tochter des Kronprinzen Rudolf und Enkeltochter der Kaiserin Elisabeth, mit Otto Windischgrätz im Jahre 1902 wurde dieses Schmuckset in den Trousseau der Braut als kaiserliche Mitgift angebracht.

Zur Aussteuer zählten zahlreiche Schmuckstücke, unter anderem auch das Winterhalter-Set mit 27 Sternen, zehnzackig und ohne Perlen in einer Samtschatulle, die auf dem Foto im Wiener Diarium zu sehen sind. Anders als bislang in der Literatur angegeben, hat Kaiserin Elisabeth diese berühmten Diamantsterne nicht an Hofdamen und Hofpersonal verschenkt, sondern ihrer Enkelin vermacht.
Vor dem Set mit den Diamantsternen befinden sich zwei kleine Schatullen mit Perlenschmuck der Kaiserin Elisabeth aus dem so genannten Petznek-Nachlass (zweite Ehe der Kronprinzentochter mit dem Sozialdemokraten Leopold Petznek), die heute in der Schatzkammer des Kunsthistorischen Museums zu sehen sind.

Der Trousseau, die Ausstattung der Braut, wurde vor der Hochzeit am 19. und 20. Jänner 1902 in der Wiener Hofburg zur Schau gestellt und davon auch im Wiener Diarium berichtet. Der Hof rechnete mit großem Interesse der Wiener Bevölkerung die Aussteuer der Prinzessin zu sehen. Die Burghauptmannschaft gab 4.000 Einlasskarten aus. Es kam zu regelrechten Tumulten, weil der Andrang viel größer als erwartet war.

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